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Uniform der Zukunft

Schützen und Mode passt das zusammen?

Neun Studentinnen der Hochschule Niederrhein sagen ja. Sie haben, begleitet und gefördert von ihrer Professorin Ute Detering-Koll, eine "Uniform der Zukunft" entwickelt, die in Schnitt und Tragekomfort modernsten Standards entspricht. Entwickelt hat die studentische Projektgruppe um Lilia Arndt Modellvarianten des Schützenrocks "Rheinischer Jäger" - für Männer und Frauen, in einer modischen und in einer traditionellen Linie.



Die Anregung, den traditionellen Schützenrock weiter zu entwickeln, kam von Gladbachs Schützenchef Horst Thoren, der über Rolf Königs den Kontakt zur Hochschule suchte und Professoren und Studierende für die Projektidee gewann. Thoren beschreibt die Ausgangslage so: "Unsere angestammten Schützenjacken sind nicht unbedingt bequem, der dicke Stoff kratzt oft und lässt uns schwitzen. Nicht nur Schützenschwestern beklagen, dass der Schützentracht der notwendige Chic fehlt. Also Handlungsbedarf genug."

Das fand auch Manager Königs, IHK-Vizepräsident und Fachmann für Textil-Innovation, und unterstützte das Schützenanliegen. Aus ersten Gesprächsrunden mit Mode-Experten, diskutiert im Ausschuss für Geschichte und Brauchtum der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, entstand der Projektauftrag, den die Studierenden als Aufgabe fürs Wintersemester bekamen. Das Ergebnis liegt jetzt vor und lässt sich sehen: Der leichte, modische und strapazierfähige Stoff (ansonsten für Freizeitkleidung genutzt), die moderne Passform (für Frauen figurbetont, für Schützenbrüder an Bauchweite orientiert) und die wetterfeste Aufbereitung (lässt Paraden auch bei Nieselregen zu) machen die "Uniform der Zukunft" aus.

Einzig bei der Stoff-Farbe mussten die Studentinnen einen Kompromiss eingehen. Weil der gewünschte Superstoff derzeit nicht in Schützen-Grün zu bekommen war, wurden die Jacken in Schwarz geschneidert.


Lob für das Projektergebnis kommt von den Schützen, aber auch von Dekan Professor Rudolf Haug, von Rolf Königs und der betreuenden Professorin Ute Detering-Koll, die mit der Arbeit ihrer Studenten "sehr zufrieden ist". Rolf Königs haben es insbesondere die modischen Entwürfe angetan. Er will das Projekt fortgeführt wissen und sieht (bis hin zur Farbgebung) Gestaltungsvarianten. Gladbachs Schützenchef Horst Thoren hofft als Vorsitzender des Ausschusses für Geschichte und Brauchtum, dass die Musteruniform bald in Produktion gehen kann. Der Verband der Bekleidungsindustrie, in das Projekt eingebunden, hat bereits mitgeteilt, dass ein Hersteller Interesse angemeldet hat. Die Projektgruppe freut das: Schließlich soll die "Uniform der Zukunft" als "Schützen-Modell MG" die Schützen auch modisch nach vorne bringen. Thoren und die Projektbegleiter aus Mönchengladbach und Korschenbroich sind sicher, dass selbst Traditionalisten am neuen Look Freude haben werden: "Tradition und Chic schließen sich nicht aus. Schützen und Mode passen gut zusammen."





Letzte Aktualisierung: 12.05.2012
ISSN - 2190-9881





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