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Am Abend des vergangenen Montags wurde die Jugendabteilung des Schützenvereins Barmstedt zu einem zertifizierten ‚Talentnest‘ anerkannt. Diese Auszeichnung erhielten vorher bisher nur drei andere Vereine im Nordwestdeutschen Schützenbund (NWDSB).
Überreicht wurde die Auszeichnung von der Nachwuchsförderin der NWDSB, Ines Michel. Sie brachte zudem nicht nur eine Plakette mit – nein, sie hatte als Begleitung auch Pirkko Endler dabei. Diese ist Mitglied im Schützenverein Kirchweyhe, ist mehrfach deutsche Meisterin mit der Luftpistole, Teilnehmerin an den Europameisterschaften und schießt auch in der Bundesliga. Sie kam mit, da sie sich als ‚Patin‘ für die Aktion ‚Talentnest‘ gemeldet hat.
Um diese Auszeichnung zu bekommen, muss ein Schützenverein vorher festgelegte Kriterien erfüllen. Ines Michel, erläuterte dies auch nochmal, als sie die Auszeichnung am Montag überreichte. Zu den Kriterien zählt es, dass der Verein über Jahre hin Jugendarbeit leistet und pro Saison mit mindestens 15 jugendlichen Sportschützen eine Qualifikation bei den Landesmeisterschaften nachweisen kann.
Genau diese Kriterien hat der Schützenverein Barmstedt erfüllt. Die Jugendabteilung wird geleitet von Marcus Schimmeyer, Jürgen Gudert und Thomas Taube. Sie sind froh, diese Abteilung zu dritt zu leiten, denn sie sind der Meinung, dass jeder von ihnen eine besondere Art der Ansprache zu den Jugendlichen hat. Zurzeit weist diese 35 Mitglieder auf – meistens Mädchen, welche montags oder mittwochs am Training teilnehmen.
Es gibt viele Vorurteile gegenüber dem Schießsport:
Die Öffentlichkeit ist meist der Meinung, dass ein Schützenverein sich besonders über die Schützenfeste erläutert. Dies jedoch sind, so sagt Schimmeyer aus, nur Veranstaltungen aus Tradition – die mit dem heutigen Sportschießen aber nicht mehr viel zu tun haben. Das liegt daran, dass es beim Sportschießen um den SPORT geht: Der Schütze muss körperlich, sowie auch mental fit und gesund sein, denn es wird eine große Konzentration benötigt um erfolgreich zu schießen. J. Gudert sagt dazu aus, dass ihm klar ist, dass dies nicht für jeden Menschen zu schaffen ist.
T. Taube nennt noch ein weiteres Rezept für den Erfolg:
Qualifizierte Jugendarbeit kann nur dann geschehen, wenn der ganze Verein dahinter steht – denn man braucht auch Geld und Zeit dafür. Der Schützenverein Bramstedt weist aber knapp 350 Angehörige auf – dadurch kann man gut die Jugendarbeit unterstützen.
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