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TUCHOLA – Hauptstadt der Tucheler Heide:
24. bis 26. August 2012

Ort:
Tuchola (deutsch Tuchel) ist eine der ältesten Städte im Danziger Pommern. Die Stadt wurde von dem Herzog Msciwoj II. im XIII. Jahrhundert gegründet. Die Stadtrechte wurden ihr im Jahre 1346 erteilt. Tuchola war und ist der Sitz des Tucheler Landkreises. Tuchola wird seit Jahrhunderten als die Hauptstadt der Tucheler Heide bezeichnet. Die Stadt selbst zählt ca. 15 000 Einwohner.
Die Tucheler Heide (Bory Tucholskie) ist das zweitgrößte Waldgebiet in Polen und die Wälder nehmen fast die Hälfte von der Fläche des Kreises ein. Die Heide ist ein Hort für seltene Pflanzen- und Tierarten. Innerhalb des tucheler Naturschutzgebietes befinden sich acht Biosphärenreservate, in denen einmalige Wald-ud Torfökösysteme geschützt werden. Es wachsen hier 43 Pflanzenarten, die ganzheitlich unter Rechtsschutz stehen. Zahlreich kommen in diesem Gebiet auch Rehe, Hirsche, Wildschweine und Füchse vor.
Internetseite der Stadt Tuchola

Geschichte:
Zu den ältesten Vereinen, die die Einwohner von Tuchola vereint, gehört unumstritten die Schützenbruderschaft. Das Vorrecht des Königs von Polen, Sigismund I. Jagiellon, aus dem Jahre 1547, rief in Tuchola die Schützenbrüderschaft der Bierbrauerei ins Leben und gab ihnen die Satzung, das Korpsrecht und die Erlaubnis zum Bierbrauen. Die Schützenbrüder der Bierbrauerei gab es bis 1939.
1995 wurde die Schützenbruderschaft in Tuchola reaktiviert.
Die Schützenbruderschaft in Tuchola hat zum Ziel – das Wecken des patriotischen, bürgerlichen und europäischen Bewusstseins, die Pflege der jahrhundertealten Tradition und „brüderlichen“ Sitten, die Organisation von Schießwettbewerben, gegenseitige Hilfeleistung und das Aufrechterhalten des Gesellschaftslebens.
Zu den wichtigsten Festen der Schützenbrüder gehört das Schießen um den Titel des Schützenkönigs.
Die Tucheler-Schützenbruderschaft nahm seit 1996 an allen europäischen Schützentreffen teil. Seit vielen Jahren steht sie im Kontakt mit den Schützenbruderschaften aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Kroatien und der Ukraine.

Der silberne Hahn:
Der silberne Hahn, das Insignie der Würde und Macht des Schützenkönigs aus der Wende 1564/1565, sicherlich ein Werk Krakauer Goldschmieden, ist das älteste und gleichzeitig wertvollste Andenken der Gesellschaft. Eine lange Zeit herschte die Meinung, der silberne Hahn wäre ein Geschenk des königs Zygmunt August gewesen und der Tag der Überreichung des Hahnes galt als das Gründungsdatum der Schützengesellschaft. Heute wissen wir auf Grund der Unterlagen (Rechnungen), der Hahn wurde nicht von dem König, wie die Legende behauptet, sondern durch die Stadtverwaltung der Stadt Krakau geschenkt. Vielleicht war der König bei der Hahnverleihung anwesend und deswegen diese Legende.

Sehenswürdigkeiten:
Schützenmuseum in Celestat:
Das als Celestat genanntes Gebäude im Schützenpark war Sitz der Schützengesellschaft Bractwo Kurkowe. Autoren des neuhotischen Hauses waren Tomasz Majewski und Franciszek Lanci. Um die Wende 1874 und 1875 entstand ein imposanter Schützensaal, der viele Jahre lang der größte Ballsaal Krakaus war. Hier wurden die Gäste der Stadt empfangen, u.a. zweima Kaiser Franz Josef l. Nach dem 2. Weltkrieg durfte die Schützengesellschaft ihr Vermögen nicht zurück bekommen, erst 1990 kehrte die Liegenschaft zu ihren ehemaligen Besitzern zurück.
1997 wurde in Celestat eine Abteilung des Historischen Museums der Stadt Krakau mit Sammlungen der Schützengesellschaft eröffnet.
Website:
www.tuchola2012.pl
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Letzte Aktualisierung:
09.02.2012 ISSN - 2190-9881
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