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Schießdisziplinen während des Europäischen Schützenfest 2009
OLS-Schießen:
Die Harke ist aus einer Ober- und Unterlatte aufgebaut, welche durch 5 vertikale Latten miteinander verbunden sind. In jeder Latte sind 18 kleine Löcher gebohrt, in die wiederum kleine hölzerne Stöckchen gesteckt sind. An den beiden Enden jedes Stöckchens wird ein schwarz gefärbtes Holzblöckchen oder Bölke gestochen. Die zwei Meter hohe Harke ist auf einem Pfahl in einer Höhe von 14 Metern gestellt.
Jede Mannschaft soll die Reihen von 18 Bölken losschießen, immer von oben nach unten, ohne eine Bölke überzuschlagen. Es wird mit einer so genannten schweren Büchse geschossen. Für diese werden selbst gemachte Kugeln verwendet. Da die Büchse 15 Kilo wiegt, ist es notwendig, die Büchse mit einem Anlegepfahl zu unterstützen. Falls einem fehlenden Punkt ist die Mannschaft und manchmal der ganze Schützenverein ausgeschaltet.
OSV-Schießen:
Das OSV-Schießen weicht in drei Punkten vom OLS-Schießen ab. Zum einen gibt es eine Waffe: beim OSV-Schießen wird ein Standardkarabiner .22 benutzt. Zweitens sind die Punkte, auf die man schießen soll, kleiner: sie liegen bei dieser Disziplin bei einem Durchschnitt von einem Zentimeter und beim OLS-Schießen bei 1,5 Zentimeter. Und zuletzt ist die Reihenfolge, in der man schießt, anders.
Klappenschießen
Das Klappenschießen geschieht mit einem Karabiner .22 auf ein Stahlscheibchen, dessen Durchschnitt von 12 mm bis zu 33 mm variiert und das auf einem Pfahl von etwa 20 Metern gestellt wird. Auch beim Klappenschießen wird die Waffe auf einem Pfahl angelegt, um eine stabilere Haltung einnehmen zu können.
Löffelschießen
Das Löffelschießen ist eine Disziplin die vor allem im niederländischen Gelderland getrieben wird. Ein Kasten mit Löffel wird auf einem Pfahl festgemacht, etwa 14 Meter hoch. Die Abmessungen der Löffel variieren.
Es wird mit einem Karabiner .22 geschossen, wobei die Löffel von verschiedenen Abmessungen, in einer Reihe aufgestellt, umgeschossen werden.
Luftgewehr liegender Wippe
Der Begriff "liegende Wippe" ist auch vom Bogenschießen bekannt. Es handelt sich um kleine Federbüsche, die auf einem Holzzylinder festgemacht sind, in dem ein Loch gebohrt worden ist. Diese Kombination wird auf Metallfedern geschoben. Mit dem Luftgewehr soll der Holzzylinder getroffen werden. Demzufolge wird der kleine Federbusch von der Metallfeder abgeschossen.
Luftgewehr auf Kugeln ("Bölkes")
Hier handelt es sich um einen flachen Schießstand, der sich etwa 7 Meter vor dem Tor befindet. Er ist mit der Harke beim OLS-Schießen vergleichbar, da die Bölkes nur ein Zentimeter groß sind.
Bogen und Armbrüste aufs Tor
Der Schütze steht etwa 20 Meter vom Tor entfernt.
Bogen auf liegender Wippe
Hier werden ungefähr dieselben Federbüsche verwendet, wie bei dem Luftgewehr auf liegender Wippe.
Sankt Jansbögen aufs Tor
Sankt Jansbögen aufs Tor sind sehr außergewöhnliche Waffen, bei denen mit einem Abstand von 61 Metern aufs Tor geschossen wird. Da sich der Pfeil ziemlich langsam weiterbewegt, dauert es einige Sekunden bevor das Tor getroffen wird.
Quelle: EGS / Kinrooi
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