Home
Schützen in Europa
Widmung dieses Portals
Grußwort an dieses Portal
über dieses Portal
Das Schützenwesen
ist International
Adel und Schützenwesen
Geschichte und Herkunft
Das Schützenwesen-Lexikon
Der soziale Gedanke
Feste - Events - Termine
Das Europa-Fest
Das Bundes-Fest
der Königinnen-Tag
Gestern & heute
Schützenlinks
Schießsport
Schießsport Geschichte
Waffengeschichte
Verbandswesen
Alpenregion
D- bundesweit
Benelux
Internationale Verbände
nach Nationen
Schützenmarkt
Markt-Übersicht



Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Google Bookmark bei: Facebook
Erfurt und Winnenden- Gefahrenquelle Schützenverein?

Mit Gewalt, Aggression oder potentiellen Amokläufern hat das Schützenwesen absolut nicht zu tun. Wer im Schützenwesen bewandert ist weiß: das Märchen von herumballernden Kindern und Jugendlichen entspricht nicht der Realität sondern ist ein Produkt der sensationsgeilen Boulevardpresse!

Nachdenken kann man allerdings über einiges Andere in diesem Zusammenhang:

Seit Erfurt gab es bis heute in Deutschland 600 bekannte, angekündigte, verhinderte Amoktaten. (Aussage eines mir bekannten Mitarbeiters im Innenministerium NRW ) Schon diese Tatsache lässt ahnen dass Amoktaten andere Ursachen als Schützenvereine haben.
Die aktuell verhinderte Amoktat des 16 jährigen Mädchen aus Bonn zeigt - ebenso wie fast alle anderen Fälle auch: es gibt keinen Zusammenhang zwischen Schützenverein und Amoktaten.

In Erfurt und Winnenden gerieten Jugendliche an Waffen die der Zugehörigkeit eines Mitglieds im Schützenverein zuzuordnen sind. Das ist schlimm genug, lässt sich darauf zurückführen das hier Gesetze zur Aufbewahrung von Waffen missachtet wurden. Verbände und Schützenvereine arbeiten mit Gesetzgebern und Polizei verstärkt und intensivst daran so etwas zu verhindern.

Waffen sind allerdings nur ein Aspekt in dieser Thematik.
Zurück nach Bonn: eine brennende Schule hätte deutlich mehr Todesopfer kosten können als Erfurt oder Winnenden – und Bonn war nicht der erste verhinderte Fall dieser Art!

• Nur wenige Tage nach Winnenden wurde in NRW der nächste Amokfall verhindert, im Zimmer des 17jährigen fand die Polizei Waffen (ohne Schützenverein) Material für Bomben, Messer, Armbrust. So wie in vielen anderen Fällen auch…. Auch wie immer: die Eltern fielen aus allen Wolken und hatten nichts bemerkt! Die Frage muss gestellt werden: was passiert denn hier in unseren Familien???

• Die allerorts bekannte Gewalt von Jugendlichen die in den letzten Jahren drastisch zugenommen hat wird immer wieder erwähnt – aber nicht in Zusammenhang gebracht. Schließlich war keiner der Täter vorher aggressiv, eher zurückhaltend. Alle Attentäter wurden aber im Vorfeld gepeinigt, gedemütigt und gemobbt bis sich ihr aufgestautes Inneres in einer schrecklichen Affekttat entlud – Amoktäter sind oft Opfer und Täter zugleich.

• Es wird langsam immer deutlicher: die Ursache liegt woanders als in den Schützenvereinen, im Gegenteil. Gerade Schützenvereine helfen der Jugend Werte zu vermitteln, geben Halt im kameradschaftlichen Zusammensein, bieten Betreuung und sinnvolle Freizeitgestaltung dort wo sich Staat und Kirche schon vielfach (aus finanziellen Gründen) zurückgezogen haben. Genau hier verzeichnet unser Land – im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten - deutliche Defizite und hat weltweit mit den U.S.A die meisten Amoktäter….

• Schützenvereine gibt es Europaweit, besonders auch in den Beneluxstaaten – dort sind bisher keine Amoktaten dieser Art bekannt. Dafür gibt es dort aber – im Gegensatz zu Deutschland – intensive Betreuung für Kinder und Jugendliche, in der Schule Fächer wie „soziale Kompetenz“ Problemkinder müssen nur wenige Wochen auf Familienberatung warten, bei uns 18 Monate…

• Deutschland: durchschnittlich 126 gewaltsam getötete Kinder pro Jahr (seit 2002), rund 20.000 sexuell missbrauchte Kinder pro Jahr, Durchschnittsschüler haben nach zehn Schuljahren etwa 20 000 Stunden vor dem Fernsehapparat verbracht, dabei 30. 000 Morde, 37 000 versuchte Morde sowie 200 000 Gewalttaten gesehen.

Für mich persönlich liegt die Ursache der in Amoktaten eskalierenden Situation Jugendlicher nicht bei den Schützenvereinen sondern in der Werte - Orientierungslosigkeit und einem gekippten Wertebewusstsein. Kinder und Jugendliche wachsen heute in bisher nie dagewesener Freiheit und materiellen Wohlstand auf.

Die vielfach erfolgte antiautoritäre Erziehung in unseren Familien erfolgte für Kinder ohne Vermittlung von Werten, Pflichten und Grenzen.
Eltern sind heute vielfach beide berufstätig, es fehlt auch an Zeit für Kinder – in wie weit hier materielle Wünsche und Erfordernisse wirklich notwendig sind bleibt zu hinterfragen.

Fakt ist auch: emotionale Defizite, mangelnde Zeit, werden in unserer Gesellschaft gerne – besonders bei Kindern – materiell ausgeglichen. So weit man von Ausgleich sprechen kann. Das hieraus resultierende Anspruchsdenken führt zu immer weiteren, bald nicht mehr erfüllbaren Ansprüchen mit der Endstation Frust!

Was aber erwarten wir von Kindern und Jugendlichen die auf der einen Seite durch unerfüllte emotionale und materielle Forderungen hoch frustiert sind, auf der anderen Seite weder Respekt, Werte, Grenzen kennengelernt haben, keine Zielorientierung kennen dafür aber mit modernen Medien und ihren bekannten Nachteilen vertraut sind…wirken die nicht auch „erzieherisch?“

Quelle: Rene Krombholz



Letzte Aktualisierung: 06.09.2010
ISSN - 2190-9881



Impressum - Kontakt - Gästebuch - Disclaimer -