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Millionen Menschen in Rom, dem Papst die letzte Ehre zu erweisend. Fast fassungslos sehen wir diese Bilder und staunen noch mehr wenn wir erkennen wie unglaublich viele junge Menschen hier vertreten sind.
Papst – Kirche und Glauben, das sind Begriffe die vorwiegend mit älteren Menschen in Verbindung gebracht werden, ebenso wie das Schützenwesen, doch spätestens jetzt erkennen viele das sich hier ein Wandel vollzogen hat.
Als vor 4 Jahren die Shell-Studie ( die repräsentativste Jugendumfrage) die neuesten Ergebnisse präsentierte zeigte sich: hier vollzieht sich ein Wertewandel. Bestätigt wurde dies durch eine Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allenbach: Treue, Freundschaft, Familie, Freunde, Ehrlichkeit hatten oberste Priorität.
Neueste Analysen hiesiger und internationaler sogenannter Zukunfts- und Trendforschungsinstitute dokumentieren die Rückkehr immaterieller Werte. Lebensqualität und Glückserfahrungen sind wieder wichtiger geworden. Heute rangieren Engagement, Pflichtbewusstsein, Freundschaft und Spiritualität vor Egoismus, Materialismus und Reiz.
Gerade die Jugend erkennt das die Jagd nach immer mehr, immer schöner, immer rasanter, auf Kosten einer abnehmenden Lebensqualität stattfindet. Das die Suche nach ständig Neuem nicht nur Glücksgefühle bringt sondern auch Unzufriedenheit und Frust wenn Wünsche nicht erfüllt werden können.
Nicht nur bei der Jugend wird langsam verstanden das ein gutes Zusammenleben ohne Werte nicht möglich ist. Freiheit ja, aber man erkennt zunehmend: auch die hat Grenzen !
Wenn Ackermann und Co Millionen kassieren und Tausende dafür den Arbeitsplatz opfern müssen mag das rechtlich nicht zu beanstanden sein. Moralisch – Ethisch sieht es anders aus. Ähnliche Beispiele finden wir täglich und überall.
So ist es nicht verwunderlich das einige Bundesländer derzeit planen das Schulfach „Werte und Ethic“ einzuführen, es scheint normal das kirchliche Schulen derzeit einen Boom vermelden (RP vom 8.4.2005) oder wie wir es im April 2005 erleben hunderttausende Jugendliche vom Papst Abschied nehmen.
Die Jugend nimmt Abschied von einer Person die authentisch war. Anders als viele Politiker die sich wie ein Fähnchen im Winde drehen, anders wie Vorbilder die sich immer wieder korrupt erweisen, anders vertrat er fest und unbeirrbar seine Meinung. Das imponiert, unabhängig davon ob richtig oder falsch.
Warum ich dieses schreibe? Ganz einfach: das was wir in unseren Schützenvereinen seit Generationen vertreten und weitergeben, es ist nicht mehr oder weniger wie das Leben und Vermitteln ethischer und moralischer Grundwerte. Das hochhalten eben dieser Werte hat dazu geführt das unser Schützenwesen über Jahrhunderte Kriege, Pest, Hungersnöte und verschiedene Staatsformen überleben konnte.
Und es ist genau das , was die Jugendlichen vermehrt suchen. Persönlich bin ich der Meinung das die Schützen eine optimale Zukunft haben, sofern sie es verstehen diese Werte zu publizieren, es schaffen sie vorzuleben.
Dort, wo nur das feiern im Vordergrund steht, wo 30 Mann am Bierpavillon stehen während im Zelt ihre 3 Kameraden geehrt werden, dort wo „kein Bock“ Mentalität und Gleichgültigkeit vorherrschen, werden Jugendliche nicht fündig. Sie suchen das Miteinander, Halt, Kameradschaft die ehrlich ist !
Jugend drängt, will Ziele und etwas erreichen.
Der Bilker Verein hat gut daran getan eine Jugendkommission zu schaffen die diesen Ansprüchen gerechter werden kann als manch alter Hase... – der Altersunterschied kann hinderlich sein.
Es bleibt zu wünschen das diese Jugendarbeit so weitergeführt wird, auch mit hin und wieder auftretenden Stolperstellen, die gehören dazu..... denn nur so wird auch im Jahr 2050 ein Schützenzug stattfinden können....
Rene Krombholz
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